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Kanareninsel Lanzarote - Puerto del Carmen

Juni 2019

Zugegeben, wenn man das erste Mal nach Lanzarote kommt, fragt man sich: Wo bin ich denn hier gelandet? Alles ist schwarz und karg, ein bisschen wie Mondlandschaft. Aber das ist es nur auf den ersten Blick! Wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass die Vulkane je nach Sonneneinstrahlung in den verschiedensten Farben leuchten. Der Kontrast der dunklen Vulkanlandschaft zu den kleinen weißen Häusern und dem satten Grün der vielen Palmen ist wunderschön. Und was noch wichtiger ist, die Insel hat jede Menge zu bieten. Egal ob man nur Badeurlaub machen möchte und Erholung sucht, oder aktiv tätig sein will – für jeden ist etwas dabei. Für mich war es die vierte Reise nach Lanzarote und es gab immer noch Neues zu entdecken – von Langeweile keine Spur.

 

Unser Hotel befand sich in Puerto del Carmen, einem der drei großen Ferienorte auf Lanzarote. Es gibt verschiedene Hotelzonen von ruhig bis belebt, eine wunderschöne Promenade, viele Cafés, Restaurants und was man sonst zu einem entspannten Urlaub so braucht. Außerdem hat der Ort drei große Hauptstrände mit hellem Sand. Puerto del Carmen erstreckt sich über 8 km und man kann wunderbar spazieren gehen oder mit dem Rad fahren. Es gibt auf der gesamten Insel gut ausgebaute Radwege und Fahrräder kann man überall mieten. Zum Beispiel ist die Inselhauptstadt Arrecife direkt über einen Radweg verbunden. Und es lohnt sich durchaus, die Stadt zu besuchen. Es gibt eine Festung aus dem 16.Jahrhundert zu bestaunen, die hübsche Altstadt und den umgestalteten Fischerhafen an der Lagune „Charco de San Ginés“. Arrecife hat noch eine Besonderheit – das einzige Hochhaus der gesamten Insel. Normalerweise darf nämlich auf Lanzarote nicht über Palmenhöhe hinaus gebaut werden. Heute befindet sich das „Gran Hotel“ darin und vom Café in der 17. Etage hat man einen fantastischen Blick über die Stadt, den Atlantik bis hin zur Vulkankette im Hinterland.

 

Vom Hafen in Puerto del Carmen gibt es einen Wanderweg in den Nachbarort Costa Calero. Er führt immer an der Steilküste entlang und ist auch für Ungeübte geeignet. Nur einmal muss man eine kleine Schlucht überwinden, es sind aber dafür Treppen angelegt. Costa Calero ist ein kleiner Ort mit einem großen Yachthafen, einer Promenade mit vielen Restaurants und einigen Geschäften; von dort startet auch das gelbe U-Boot von Submarine Safaris zu Tauchgängen. Wer so etwas noch nie gemacht hat, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Man sitzt bequem vor riesigen Aussichtsfenstern und kann die Unterwasserwelt bestaunen. Natürlich bietet der Atlantik jetzt nicht die Vielfalt an bunten Fischen wie das Rote Meer, aber es lohnt sich trotzdem.

 

Ein absolutes Muss ist der Timanfaya-Nationalpark. Auf einer 14 km langen Rundfahrt (nur per Bus möglich) bekommt man eine Vorstellung, was die jüngsten Vulkanausbrüche im 18. und 19. Jahrhundert angerichtet haben. Es ist eine Landschaft wie von einem anderen Stern entstanden. Und dass unter der Oberfläche noch immer eine enorme Hitze herrscht, bekommt man im Nationalpark-

Zentrum eindrucksvoll vorgeführt.

 

Das heutige Bild der Insel ist hautsächlich geprägt vom Einfluss des Künstlers César Manrique. Er hat zahlreiche Bauwerke und Einrichtungen geschaffen, die sich perfekt in die Landschaft einpassen. Sein eigenes Wohnhaus gehört dazu, in fünf Lavablasen hat er eine wahre Traumwelt errichtet. Im Lavatunnel Jameos del Aqua hat er einen Konzertsaal mit Lagune angelegt, der wunderschöne Kakteengarten Jardin de Cactus ist ebenso eines seiner Kunstwerke wie auch der Aussichtspunkt „Mirador del Rio“. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Nachbarinsel La Graciosa. Das alles kann man auf verschiedenen geführten Ausflügen kennen lernen. Man kann es aber auch individuell erkunden, z.B. mit einem Mietwagen. Die Straßen auf Lanzarote sind sehr gut ausgebaut. Und wer es ganz preiswert haben will, fährt mit den öffentlichen Linienbussen. Das funktioniert super! Ich bin jedesmal wieder begeistert vom öffentlichen Nahverkehr auf den Kanaren. Preiswert, pünktlich, und es wird nahezu jeder Ort angefahren.

 

Mit dem Bus kommt man auch ganz bequem nach Playa Blanca, dem zweiten großen Ferienort auf Lanzarote. Mittwoch und Samstag ist in der Marina Rubicón Markttag. Es gibt dort viele Geschäfte, Cafés und Restaurants, wo man einfach nur herrlich sitzen und die Seele baumeln lassen kann, Meer- und Yachthafenblick inklusive. Vom Hafen in Playa Blanca starten mehrmals täglich die Fähren zur Nachbarinsel Fuerteventura, die Überfahrt dauert keine Stunde. Oder man unternimmt eine Fahrt mit dem Katamaran zu den Papagayo-Stränden.

 

Überhaupt werden viele Touren auf dem Wasser angeboten. Mir hat besonders gut die Fahrt zur Nachbarinsel La Graciosa gefallen. Ausgangspunkt ist hier der Ort Orzola im Norden der Insel.         La Graciosa ist einer der wohl nur wenigen Orte in Europa, an dem es noch keine asphaltierten Straßen gibt. Wenn man zu einem der traumhaften hellen Sandstrände will, mietet man sich am Hafen ein Fahrrad oder geht zu Fuß.

 

Ich könnte jetzt noch ewig weiter schreiben, z.B. vom Weinanbaugebiet La Geria, von der Lagune El Golfo, den Salinen, dem Naturspektakel Los Hervideros, dem Unterwasser-Skulpturenpark usw. Lanzarote ist so vielseitig, egal ob Sie als Familie reisen, begeisterter Sportler sind oder einfach nur relaxen wollen, vielleicht auch mal die Nacht durchfeiern – es ist alles möglich. Sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne dazu.

 

Mein Hoteltipp:

„Las Costas“ in Puerto del Carmen. Das Hotel liegt direkt am Strand. Nach wenigen Schritten ist man auf der Promenade. Das Essen ist hervorragend, es wird Halbpension angeboten. Das Personal ist sehr freundlich und spricht größtenteils deutsch, insgesamt stimmt der ganze Service. Die Zimmer sind sehr groß, hell und freundlich eingerichtet und man kann verschiedene Kategorien buchen.

 

Auch wenn ich schon vier Mal auf Lanzarote war, so kann ich mir vorstellen, doch noch das eine oder andere Mal dorthin zu reisen. Vielleicht habe ich Sie mit meiner Begeisterung angesteckt und Sie wollen sich nun selbst ein Bild von der Insel machen? Wir stellen Ihnen ein individuell zugeschnittenes Angebot für Ihre Wünsche zusammen, sprechen Sie uns an.

 

 Ihre Kathrin Mühlmann

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